Interkulturelle Modellschulen

Das Projekt „Interkulturelles Lernen in Schulen in Sachsen-Anhalt“ hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig angelegte Projekte zur interkulturellen Öffnung und Sensibilisierung in Schulen durchzuführen. Dafür wurde 2019 an insgesamt vier Standorten eine Kooperationspartnerschaft zwischen einer Schule und dem Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. geschlossen.

Die vier Interkulturellen Modellschulen sind

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Kooperationspartnerschaft werden die Modellschulen in ihrem individuellen Entwicklungsprozess von uns begleitet und beraten. Das Angebot für die vier Schulen umfasst:

 

Beratung und Coaching

Die Mitarbeiter*innen von der Servicestelle bieten individuelle Fallberatung für Pädagog*innen und Schüler*innen an, leiten Informationen zur Sprachmittlung (für Informationsveranstaltungen, Elternabende, Elterngespräche) weiter und geben Hinweise zur interkulturellen und mehrsprachigen Ausgestaltung der Schule. Zudem verfügen die Berater*innen über Verweisungswissen zu Migrantenorganisationen in der Region, zu weiteren Hilfsangeboten und möglichen Partnern.

Interkulturelle Streitschlichtung

Die interkulturellen Modellschulen haben die Möglichkeit, interessierte Schüler*innen durch externe Referentinnen zu „interkulturellen Streitschlichter*innen“ ausbilden zu lassen. Innerhalb der Arbeitsgruppen lernen die Kinder und Jugendlichen, neben erprobten Methoden der Streitschlichtung, auch einen altersgerechten Umgang mit Diskriminierung und Stärkung eines positiven Bewusstseins für Vielfalt in der Schulgemeinschaft.

Projektentwicklung

Mit den Schulen werden bedarfsgerechte Projekte für die Schüler*innen, aber auch für Eltern und Lehrkräfte entwickelt, wie beispielsweise:

  • Besuch von religiösen Gemeinden (Moscheen, Synagogen, Kirchen)

  • Organisation von Projekttagen (z.B.  Schreib- und Erzählwerkstätten, medien- und kulturpädagogische Projekte)

  • Durchführung von Empowerment-Workshops

  • Organisation von Sprachförderangeboten, mehrsprachigen Informationsverantsaltungen für Eltern

  • Vermittlung von mehrsprachigen Medien

 

Hospitationen

Einmal jährlich haben die Modellschulen die Möglichkeit, die anderen Modellschulen im Rahmen einer Hospitation kennenzulernen. Ziel der Hospitationbesucher ist es, miteinander in einen Austausch zu kommen, Anregungen für die eigene Schule zu bekommen und den Kontakt zwischen den Modellschulen zu verstetigen.

Fortbildungen

Die Lehrkräfte der Modellschulen nehmen in regelmäßigen Abständen an Qualifizierungsangeboten teil. Die Schulen haben die Möglichkeit, zwischen dem regulären Qualifizierungsangeboten der Servicestelle „Interkulturelles Lernen in Schulen in Sachsen-Anhalt“ zu wählen oder sich zu speziellen Themen durch externe Referent*innen fortbilden zu lassen.

 

Methodenkoffer

Alle vier Modellschulen erhalten am Ende der Kooperationslaufzeit einen Methodenkoffer mit erprobten Medien. Diese umfassen konkrete Handlungsempfehlungen, pädagogische Begleitmaterialien, mehrsprachige und diversitätssensible Literatur.

Partner

Das Projekt "Servicestelle Interkulturelles Lernen in der Kita" wird gefördert durch

Das Projekt "Servicestelle Interkulturelles Lernen in Schulen in Sachsen-Anhalt" wird gefördert durch

© 2020 Servicestelle "Interkulturelles Lernen in Schulen in Sachen-Anhalt" & Servicestelle "Interkulturelles Lernen in der Kita"